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25.09.2026 Espelkamp | Events | Unternehmen
Mitglieder des Umwelt- sowie des Industrieausschusses der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld kamen am 16. September zu einem branchenübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um das Themenfeld Nachhaltigkeit zusammen. Die Merkur Group als Gastgeberin richtete das Treffen auf Schloss Benkhausen aus und empfing 41 Teilnehmende zu einer Vortragsreihe.
Bevor das Vortragsprogramm begann, bot ein Rundgang durch das Produktionswerk der adp Merkur im benachbarten Lübbecke den Auftakt der Veranstaltung. Hans Martin Grube, Geschäftsführer Produktion, machte die Grundpfeiler der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – direkt im Produktionsprozess erlebbar und zeigte unter anderem, mit welchen Maßnahmen bereits heute Ressourcen effizienter eingesetzt und Prozesse entsprechend weiterentwickelt werden.
Auf Schloss Benkhausen ging es daraufhin mit einer fünfteiligen Vortragsreihe weiter. Manfred Stoffers, stellvertretender Vorstandssprecher der Merkur Group, machte den Anfang und erläuterte, welchen Stellenwert langfristiges und verantwortungsvolles Handeln in der Unternehmenskultur der Merkur Group seit Jahren einnimmt. Indem er spannende Einblicke in das Unternehmertum von Paul Gauselmann und dessen ökonomische Denkweise sowie Entscheidungen gab, die auf Langfristigkeit abzielten, zeigte er auf, wie stark der Wert Nachhaltigkeit beim Gründervater verankert war. Sein soziales Engagement, nicht zuletzt durch die Paul und Karin Gauselmann-Stiftung, und Aktionen wie „Bäume fürs Leben“, bei der mittlerweile über 97.000 Bäume gepflanzt wurden, untermauern seine sozialen und ökologischen Werte.
Im Kontext der Nachhaltigkeit thematisierte Dominik Raasch, Vorstand Merkur Games, den Wandel des zunehmend global agierenden Familienunternehmens: „Die Merkur Group ist in ihrer Heimat verwurzelt und zugleich global vertreten. Indem die entscheidenden Aufgaben der Unternehmensgruppe in der Heimatregion verankert bleiben, übernehmen wir Verantwortung für eine starke Wirtschaftsregion Ostwestfalens und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung. In die Heimatregion zu investieren, heißt für uns ebenfalls ökologische Verantwortung zu übernehmen.“ An den Standorten Espelkamp und Lübbecke wird seit Langem auf PV-Anlagen, Windenergie, Kreislaufwirtschaft und weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Energie- und Ressourcenverbräuchen gesetzt.
Um der Aufgabe gerecht zu werden, Nachhaltigkeitsauflagen nicht nur lokal, sondern unternehmensweit zu implementieren, bedarf es Experten und eines eigenständigen Fachbereichs. Louisa Pfeil, Teamlead Group Sustainability, und Josephine Rosemeier, Projektmanagerin Nachhaltigkeit bei der Merkur Group und aktives Mitglied des Umweltausschusses der IHK, referierten über die Umsetzung konkreter Maßnahmen bei der Merkur Group. Sie zeigten den Status Quo und die Entwicklungen innerhalb der Unternehmensgruppe auf. „Nachhaltigkeit ist ein komplexes Querschnittsthema, das ökologische, wirtschaftliche, soziale und regulatorische Fragestellungen miteinander verbindet. Unsere Aufgabe ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, Daten und Rahmenbedingungen einzuordnen und sichtbar zu machen, wo die Merkur Group heute steht“, betont Josephine Rosemeier.
Eine besonders große Rolle bei der Merkur Group spielt die soziale Nachhaltigkeit. Jan Kowala, Head of Responsible Gaming, beleuchtete, welche wesentlichen Ansätze und Maßnahmen bei der Merkur Group bereits etabliert sind. Verantwortungsvolles Spielen, insbesondere der Jugend- und Spielerschutz, sind dabei zentrale Handlungsfelder, zu denen Sichtbarkeit, Transparenz, Bildung und Information beitragen sollen. Wir wollen mindestens so gut informiert sein, wie die Wissenschaft selbst, hieß es.
Pointiert wurde die Ausschusssitzung „Umwelt und Industrie“ der IHK mit einem Vortrag von Dr. Patrick Fekete, Sprecher Energiepolitik bei Westfalen Weser. Er bot den Teilnehmenden eine Gesamtschau über die Energiewirtschaft, ihre Transformation sowie politische Rahmenbedingungen und zeigte auf, welche Entwicklungen für Unternehmen künftig relevant sein werden und welche Auswirkungen sich daraus für unternehmerische Entscheidungen ergeben.
Ein Get-together in lockerer Atmosphäre bot abschließend die Gelegenheit, gewonnene Eindrücke und Impulse aus den Vorträgen gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren.