-
23.06.2026 Espelkamp | Events | Gesellschaft
Diese „Tiere“ möchten weder gestreichelt noch gefüttert werden, und dennoch wurden sie von Generationen ins Herz geschlossen. Ganz gleich ob Tiger, Krokodil, Pferd oder Storch – Münzautomaten in Tier-Optik erfreuten sich lange Zeit großer Beliebtheit und waren fester Bestandteil des Alltags. Diesem Phänomen widmet sich das Deutsche Automatenmuseum auf Schloss Benkhausen nun mit einer neuen Sonderausstellung. Unter dem Titel „Bitte nicht füttern!“ werden rund 50 verschiedene Exponate gezeigt.
„Sie zeigen nicht nur die vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier, sondern sind auch Ausdruck von Innovationsfreude und technischen Möglichkeiten“, erläutert Jessica Midding, Kuratorin und stellvertretende Museumsleitung. Bei den tierischen Münzautomaten konnte beispielsweise Schokolade gekauft, Musik gehört oder die eigene Muskelkraft getestet werden. Die mechanische Nachbildung von Tieren in Form von Münzautomaten kam Mitte des 19. Jahrhunderts auf, und die Serienfertigung begünstigte ihre schnelle Verbreitung und führte dazu, dass weite Teile der Bevölkerung in Kontakt mit ihnen kamen. Auch heute sind übrigens mancherorts noch die tierischen Automaten zu entdecken: Gerade kleine Kinder empfinden häufig noch große Freude an einer kurzen Reitstunde, auch wenn diese „nur“ auf einem mechanischen Ross stattfindet.
Eröffnet wird die neue Ausstellung am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr. Bis 18 Uhr können die tierischen Gefährten kostenlos in Augenschein genommen werden. Wie in der Natur sind sie auch im Museum in ihrem gewohnten Lebensraum zu finden – zum Beispiel im Dschungel oder auf dem Bauernhof. Auch ein Hühnerstall ist mit von der Partie. Für das leibliche Wohl der Gäste ist ebenfalls gesorgt: Nicht nur das Schloss-Café „Die Rentei“ ist geöffnet, auch Snacks und Erfrischungen können auf dem Schlossplatz erworben werden. „Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste und stehen bei Fragen gerne zur Verfügung“, betont Jessica Midding.