-
10.02.2026 Espelkamp/Hannover | Mitarbeiter | Unternehmen
Standorte der Merkur Spielbanken Niedersachsen werden am Mittwoch, 11. Februar 2026, von Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di betroffen sein.
Seit dem 7. Januar 2026 laufen Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaftsvertretern und der Merkur Group als Gesellschafter mit dem Ziel einer fairen und ausgewogenen Einigung, die sowohl die Interessen der Mitarbeitenden als auch die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Standorte in einer Branche, die vor großen regulatorischen Herausforderungen steht, berücksichtigt. Die Merkur Group hat die zehn Spielbankstandorte in Niedersachsen zum 1. Juli 2025 übernommen. Obwohl die Gespräche nach Unternehmensangaben konstruktiv und auf Augenhöhe geführt wurden, ruft ver.di die Mitarbeitenden nun bereits nach zwei Tarifrunden zur Arbeitsniederlegung auf. Infolgedessen kann es zu Einschränkungen im Spielbetrieb kommen.
Seit der Übernahme hat die Merkur Group nach eigenen Angaben in ihre neuen Mitarbeitenden investiert: Es wurden nicht nur alle Arbeitsplätze erhalten, sondern auch weitere Mitarbeitende eingestellt sowie Initiativen umgesetzt, die den Arbeitsalltag verbessern und die persönliche Entwicklung fördern. Dazu zählen unter anderem eine Gesamtbetriebsvereinbarung zur Einführung einer neuen Casino-Management-Software, die Einbindung in das Social Intranet der Merkur Group zur besseren Vernetzung, die Einigung zur Einführung einer betriebsübergreifenden Dienstkleidung sowie Schulungs- und Qualifizierungsformate. Darüber hinaus wurden bestehende Angebote und Benefits weiterentwickelt. Parallel investiert die Merkur Group mehrere Millionen Euro in die Modernisierung der Spielbanken in Niedersachsen, um attraktive Arbeitsplätze und zukunftsfähige Standorte sicherzustellen.
Die Merkur Group setzt weiterhin auf einen respektvollen und zielführenden Dialog, um ein ausgewogenes Tarifergebnis zu erreichen, das Mitarbeitende, Spielgäste und das Unternehmen gleichermaßen stärkt. „Wir respektieren das Streikrecht unserer Mitarbeitenden und schätzen ihr Engagement sehr. Sie sind das Herz unserer Spielbanken“, betont David Schnabel, Vorstand Merkur Casinos der Merkur.com AG. „Gleichzeitig muss das Verhandlungsergebnis wirtschaftlich tragfähig sein, gerade weil wir als neuer Gesellschafter den Investitionsstau der letzten Jahre aufholen müssen und somit Investitionen in Millionenhöhe tätigen werden. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft aus unserer Sicht zu hoch: ver.di fordert unter anderem sieben Prozent mehr Entgelt sowie die Einführung von Weihnachts- und Urlaubsgeld. Je nach Ausgestaltung würde das aus Unternehmenssicht zu Mehrkosten in einer Größenordnung von rund 15,5 Prozent innerhalb eines Jahres führen. Unser Ziel bleibt ein fairer, ausgewogener Tarifabschluss, der sowohl den Mitarbeitenden als auch dem Unternehmen eine verlässliche Perspektive bietet. Er muss zur wirtschaftlichen Lage passen und im Rahmen vergleichbarer Tarifabschlüsse liegen.“